Strategy, das Unternehmen mit den weltweit größten Bitcoin-Beständen, hat seine Käufe im Jahr 2025 drastisch reduziert. Laut dem Analyseplattform CryptoQuant deutet dies auf Vorbereitungen für einen länger anhaltenden Bärenmarkt hin.
Käufe kommen zum Stillstand, Fokus verlagert sich auf Cash
Während Strategy Ende 2024 noch durchschnittlich 134 BTC pro Monat kaufte, sank die Menge im Jahr 2025 auf insgesamt kaum mehr als 9.100 Bitcoin. Besonders im August, September und Oktober war die Aktivität minimal. Erst Mitte November überraschte das Unternehmen mit einem größeren Kauf von 8.178 BTC im Wert von 835 Millionen Dollar.
Gleichzeitig baute das Unternehmen eine Cashreserve von 1,44 Milliarden Dollar auf – genug, um Dividenden- und Schuldenzahlungen für zwölf Monate zu decken. Diese Reserve soll weiter ausgebaut werden, bis sie 24 Monate abdeckt.
Laut CryptoQuant ist die Botschaft klar: Strategy will in schwierigen Marktphasen nicht gezwungen sein, BTC zu verkaufen. CEO Phong Le bestätigte diese Strategie und erklärte, dass ein Verkauf „mathematisch gerechtfertigt“ wäre, falls die Marktkapitalisierung unter den Wert ihrer Bitcoin-Bestände fallen sollte.
Indexbedrohung lastet auf dem Markt
Gleichzeitig droht neues Risiko. Der Indexanbieter MSCI erwägt, Unternehmen mit mehr als 50 Prozent Krypto-Anteil in der Bilanz aus wichtigen Indizes zu entfernen. Für Strategy könnte dies Milliarden an passiven Zuflüssen kosten.
Laut Gründer Michael Saylor ist das Unternehmen „aktiv im Gespräch“ mit MSCI über die möglichen Folgen dieser neuen Richtlinie, die bereits im Januar in Kraft treten könnte.
Die Entwicklungen zeigen, wie sich Unternehmen mit großen BTC-Beständen strategisch gegen wachsende Unsicherheit absichern. Mehr Hintergründe und aktuelle Updates findest du in den Bitcoin News.
