Sanierungen reduzieren Risiken und sichern den Immobilienwert – besonders im oft vernachlässigten Badezimmer
Die Preisabschläge für Immobilien mit schlechter Energieeffizienz waren 2025 deutlich zu spüren. 2025 zeigen Marktanalysen, dass Immobilien mit schlechter Energieeffizienz oft spürbar günstiger angeboten werden als solche mit guter Effizienz — in vielen Fällen mit Abschlägen von über 10 %.
Fachleute sprechen vom „Brown Discount“ – also dem Preisabschlag für unsanierte Gebäude. Hintergrund ist der hohe Sanierungsbedarf im Gebäudesektor und die anhaltende Verfehlung der Klimaschutzziele: Der Sektor überschreitet weiterhin seine zulässigen Emissionen und steuert laut aktuellen Projektionen auf eine Überziehung seines CO₂-Budgets bis 2030 zu.
Gleichzeitig bleibt die energetische Sanierungsquote viel zu niedrig. Gefordert werden etwa zwei Prozent pro Jahr – ein Wert, den etwa die Bundesregierung als notwendig ansieht, um die Klimaziele zu erreichen. Aktuell werden aber nur rund 0,69 Prozent des Bestands jährlich modernisiert. Diese Entwicklung schlägt sich zunehmend in den Preisen nieder: Unsanierte Gebäude verlieren schneller an Wert als noch vor einigen Jahren. Das ist wohl oder übel ein langfristiges Risiko für Eigentümer, das inzwischen selbst in konservativen Bewertungsgutachten sichtbar wird.
Einige Banken verlangen zunehmend Risikoaufschläge
Neu ist vor allem der finanzielle Druck durch Kreditinstitute. 2025 haben erste Banken Zinsaufschläge für Immobilien mit schlechten Effizienzklassen eingeführt. Die Begründung: geringere Vermietbarkeit, höhere Betriebskosten, steigende Instandhaltungsrisiken – und damit ein insgesamt riskanteres Objekt.
Wer ab 2026 ein unsaniertes Gebäude finanziert oder refinanziert, sieht sich daher mit höheren Konditionen konfrontiert. Kurz gesagt: Eine schlechte Energieeffizienz belastet mittlerweile nicht nur die Umwelt, sondern auch die Finanzierung.
Das betrifft auch Kleinanleger. Sinkende Mietrenditen, höhere Zinsen und steigende Instandhaltungsausgaben treffen aufeinander. Dass Mietrenditen 2025 zwar wieder leicht angezogen haben, ändert an dieser strukturellen Verschiebung wenig. Im Kern geht es um ein neues Verständnis von Risiko: Zustand und Modernisierungsgrad werden für Banken zu zentralen Parametern.
Wartungsarme Wohnung: Ein oft unterschätzter wirtschaftlicher Ansatz
Zwischen Wertverlust und steigenden Finanzierungskosten setzt sich ein Ansatz durch, der lange unterschätzt wurde: die „wartungsarme Wohnung“. Sie ist kein Marketingbegriff, sondern eine betriebswirtschaftliche Antwort auf steigende Instandhaltungskosten. Handwerkerpreise sind nicht erst seit diesem Jahr hoch, aber 2025 haben sich Lieferzeiten, Materialkosten und Lohnsteigerungen besonders merkbar auf Reparaturen und Teilmodernisierungen ausgewirkt.
Das Ziel lautet daher: Einmal hochwertig sanieren – und damit die jährlichen Wartungs- und Schadenkosten deutlich senken.
Das bedeutet nicht, dass eine Wohnung danach jahrzehntelang wartungsfrei ist. Aber Bauteile, die selten ausfallen, hochwertige Armaturen, langlebige Oberflächen und eine fachgerechte Installation können die Häufigkeit von Reparaturen signifikant reduzieren. Gerade bei älterem Bestand führt das zu einer messbaren Entlastung – wirtschaftlich wie organisatorisch. Besonders deutlich zeigt sich dieses Prinzip in einem Raum, der oftmals vernachlässigt wird: dem Badezimmer.
Das Badezimmer: Häufigste Schadensquelle und ein zentraler Hebel für Wirtschaftlichkeit
Versicherer verweisen seit Jahren darauf, dass Wasserschäden zu den teuersten und häufigsten Schadensfällen in Wohngebäuden gehören. Besonders in Altbauten sind marode Leitungen, undichte Fugen oder veraltete Abläufe verantwortlich für hohe Reparaturkosten und lange Mietausfälle.
Hier entsteht ein doppelter Druck: Unsanierte Bäder erhöhen das Risiko massiver Schäden. Hochwertige Sanierungen verlängern die Lebensdauer – und reduzieren Schadenrisiken über viele Jahre.
Damit wird ausgerechnet das Badezimmer – oft der vernachlässigste Raum bei älteren Objekten – zu einem zentralen Renditetreiber. Denn jede vermiedene Leckage, jede verlängerte Lebensdauer einer Installation und jeder vermiedene Mietausfall stärkt unmittelbar die Wirtschaftlichkeit des Bestands.
„Nachhaltige Badsanierungen wirken weit über die Optik hinaus. Sie senken langfristig Betriebskosten, minimieren Schadensfälle und stärken den Wert einer Immobilie. Wer heute investiert, schafft nicht nur Komfort, sondern vor allem wirtschaftliche Stabilität im Bestand.”, betont Ewan Fleischmann, badsanieren24.de.
Warum 2026 das entscheidende Jahr wird
Der Handlungsdruck steigt, weil die Folgekosten unsanierter Gebäude mittlerweile schneller wachsen als viele Sanierungsaufwände.
- Der Wertverlust unsanierter Gebäude nimmt zu.
- Die Finanzierung wird für ineffiziente Objekte teurer.
- Hohe Betriebskosten belasten Mieter und gefährden die Vermietbarkeit.
- Schadensrisiken – besonders im Bad – steigen weiter.
Wer früh handelt, kann diesen Entwicklungen entkommen. Und wer heute investiert, sichert nicht nur den aktuellen Wert, sondern positioniert sich auch strategisch für die kommenden Jahre.
