Unternehmen müssen sich nicht nur um ihre Finanzen, ihre Produktions- und Lieferkette und Co. kümmern, sondern sich auch mit der Sicherheit auseinandersetzen. Dabei bezieht sich die Sicherheit nicht nur auf das physische Unternehmen, sondern auch auf den Auftritt im Internet. Denn, um auf dem heutigen Markt bestehen zu können, reicht es in der Regel nicht mehr aus, nur auf den lokalen Markt zu setzen, sondern es ist wichtig, auch Kunden im Internet anzusprechen und zu gewinnen.
In diesem Zusammenhang können die modernen Technologien sowohl als Fluch als auch als Segen gesehen werden. Denn auf der einen Seite tragen sie dazu bei, dass Unternehmen immer mehr Menschen ansprechen und ihre Arbeitsprozesse erleichtern können. Auf der anderen Seite stehen diese Technologien leider auch den Internet-kriminellen zur Verfügung, die auf diese Weise ihre Angriffe noch besser starten können. Und genau gegen diese Angriffe müssen sich Unternehmen wehren.
Aus diesem Grund ist die Unternehmenssicherheit ein fundamentaler Punkt, der sowohl physisch als auch digital zu verstehen ist und der durch den Einsatz der KI erheblich erleichtert werden kann.
Dabei ist es jedoch wichtig, sich vor Augen zu führen, dass KI allein nicht ausreicht, sondern dass sie unter anderem mit einem der besten VPNs und weiteren Maßnahmen kombiniert werden muss. So fortgeschritten die Technologie auch ist, ist es immer fundamental zu beachten, dass sie keine Menschen ersetzen kann und somit eine Zusammenarbeit zwischen KI und Mensch erfolgen muss, um die Sicherheit des Unternehmens garantieren zu können.
Die physische Unternehmenssicherheit mit KI
Wenngleich in der heutigen Zeit natürlich immer mehr die Rede von Cyber-Security und den dementsprechend notwendigen Maßnahmen ist, darf auf keinen Fall die physische Unternehmenssicherheit in den Hintergrund geraten.
Doch genau wie die Internet-Sicherheit, profitiert auch die physische Sicherheit eines Unternehmens von der KI. Sie ersetzt dabei keinesfalls die klassischen Sicherheitsmaßnahmen wie:
- Wachpersonal
- Mechanische Schlösser
- Kartenleser
- Alarmanlagen
- Brandmelder
- Videoüberwachung
sondern sie unterstützt sie, indem sie:
- verdächtige Bewegungsmuster in den Videoaufnahmen der Überwachungskameras sofort erkennt.
- Manipulationen bezüglich der Gesichtserkennung, des Fingerabdrucks oder des Iris-Scans erkennt.
- erkennt, wenn Geräusche verdächtig klingen (beispielsweise, wenn Glas zerbricht, was auf einen Einbruch hindeuten könnte)
- die Umwelt überwacht und bei Rauch, Gas und anderen Gefahren sofort ausschlägt.
Zusammengefasst unterstützt die KI Unternehmen also dabei, die physische Unternehmenssicherheit zu garantieren, da Menschen oft nicht alle Kamerabilder auf einmal im Blick haben können und unter Umständen auch nicht immer vor Ort ist. Aus diesem Grund kann die Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI die physische Unternehmenssicherheit sehr stark erhöhen.
Die digitale Unternehmenssicherheit mit KI
Wie bereits erwähnt, spielt die KI auch bei der Cyber-Security eines Unternehmens eine fundamentale Rolle. Denn sehr viele Einbrüche finden heutzutage nicht mehr physisch, sondern digital statt, indem sich Hacker Zugriff zu den Unternehmenssystemen verschaffen und anschließend dort ihr Unwesen treiben.
Auch hier ist es jedoch wichtig, sich nicht nur auf die KI zu verlassen, sondern sicherzustellen, dass die klassischen Maßnahmen bezüglich der Internet-Sicherheit ergriffen und immer wieder auf den neuesten Stand gebracht werden.
Zu den klassischen und wichtigen Maßnahmen, die Unternehmen ergreifen sollten, um für die digitale Sicherheit zu sorgen, gehören dabei unter anderem die folgenden:
- Passwortsicherheit durch das Festlegen sicherer Passwörter, die nicht leicht geknackt werden können. In diesem Zusammenhang spielen auch Multi-Faktor-Authentifizierungen eine wichtige Rolle, durch welche die reine Eigabe des Passwortes nicht ausreicht.
- Firewalls, die vor unerwünschten Zugriffen schützen.
- Anti-Viren-Softwares, die zuverlässig dafür sorgen, Schadsoftware abzuwehren.
- VPNs für die Verschlüsselung von Datenverbindungen und für das Arbeiten von unterwegs aus, um zu verhindern, dass sich Hacker über öffentliche WLAN-Netze Zugriff zu den sensiblen Daten verschaffen.
- Regelmäßige Updates aller Softwares, um so Sicherheitslücken zu schließen.
- Erstellen von Backups, um auf diese Weise Daten nach einem erfolgreichen Angriff durch Internet-Kriminelle schnell wieder herstellen zu können.
- Schulungen und Weiterbildungen der Mitarbeiter, damit diese für die Cyber-Security sensibilisiert werden und wissen, wie sie Gefahren erkennen und die Maßnahmen nutzen. Denn die besten Maßnahmen bringen nichts, wenn die Mitarbeiter nicht wissen, wie sie diese anwenden und nutzen sollen.
Wenngleich all diese Maßnahmen wichtig und sinnvoll sind, stoßen diese durchaus an ihre Grenzen. An dieser Stelle kommt die KI zum Einsatz, da sie:
- Sehr große Datenmengen in kürzester Zeit analysieren kann – in einem Umfang, den Menschen oder herkömmliche Systeme nicht schaffen.
- Logdateien, Netzwerkverkehr und Nutzerverhalten kontinuierlich überwacht, um Auffälligkeiten sofort zu erkennen.
- Ungewöhnliche Muster identifiziert, selbst wenn es sich um völlig neue oder noch unbekannte Angriffsformen handelt (Zero-Day-Erkennung).
- Automatisch reagieren kann, indem sie Konten sperrt, Verbindungen trennt oder verdächtige Dateien isoliert, sobald eine Bedrohung erkannt wird.
- E-Mails, Chatnachrichten und andere Kommunikation auf verdächtige Formulierungen und Absender prüft, um die Gefahr durch Phishing und Social Engineering erheblich zu minimieren.
- Zugriffe in Echtzeit validiert, z. B. durch Abgleich von Gerät, Standort und Uhrzeit, um unbefugte Logins oder VPN-Verbindungen zu blockieren.
- Bedrohungen priorisiert, damit Sicherheitsteams zuerst auf die kritischsten Vorfälle reagieren.
- Fehlalarme reduziert, indem sie harmlose Abweichungen vom Normalverhalten von echten Angriffen unterscheidet.
- Neue Angriffsmethoden lernt, indem sie weltweite Bedrohungsinformationen (Threat Intelligence) integriert und ihre Modelle laufend anpasst.
- Insider-Bedrohungen erkennt, indem sie Abweichungen im Verhalten von Mitarbeitern oder Dienstleistern aufspürt.
- Systeme proaktiv absichert, z. B. durch dynamische Anpassung von Firewall-Regeln oder Zugangskontrollen, noch bevor ein Angriff erfolgreich ist.
Welche Rolle spielt der Mensch bei der Cyber-Security mit KI?
Natürlich bringt die KI sehr viele Möglichkeiten mit sich, was jedoch nicht bedeutet, dass sie den Menschen vollkommen ersetzen kann. Während die KI analysieren, erkennen und reagieren kann, liegt die Verantwortung der Bewertung weiterhin beim Menschen. Es sind weiterhin die Menschen, die:
- Entscheidungen treffen
- Den Kontext bewerten
- Kreative Lösungsansätze finden
- etc.
Durch die Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI kann somit in der Regel sehr viel schneller gehandelt werden, um so einen möglichen Schaden, der durch den Cyber-Angriff entstehen kann, auf ein Minimum zu begrenzen.
Wenngleich immer noch viele Menschen der KI skeptisch gegenüberstehen, sind die vorteilhaften Aspekte, die mit ihr einhergehen und, auf die bereits eingegangen wurde, nicht von der Hand zu weisen. In der Tat kann die KI immer wieder neue Dinge dazu lernen und somit aktiv zu der Sicherheit des Unternehmens – sowohl im physischen als auch im digitalen Sinn – beitragen.
